Surf- & Zirkuscamp

Die Termine 2015. 

Leider wird es in diesem Jahr KEIN Surf- & Zirkuscamp geben!!! Weitere Infos:  Surf Zirkuscamp

 

 

 Inklusive Projekte in „exklusiver Gesellschaft“

 Die Chance einer Gesellschaft an den „vermeidlich“ Kranken zu genesen.

 

Bei genauerer Betrachtung wird schnell deutlich, warum inklusive Projekte gelingen und ein erlebnis- oder zirkuspädagogisches oder auch psychomotorisches Projekt dem schulischen Alltag weit überlegen ist. Vor allem dann, wenn es darum geht, den Kindern gerecht zu werden. Aber nur darum kann und darf es in einer pädagogischen Einrichtung gehen. Lehrerinnen und Lehrer stehen in ihrem täglichen Kampf um die Pädagogik zwischen Liebe und Gleichgültigkeit.

Den theoretischen Grundlagen einer humanen Pädagogik nach, dürfte es eine Schule, wie sie heute in Deutschland immer noch existiert, gar nicht mehr geben. Eine Schule, in der es meist nicht um den Menschen, sondern um seine ihm abverlangten Leistungen geht. Zeugnisse, Zensuren und die Konsequenzen daraus, lehren einer ganzen Gesellschaft, dass Menschen, die nicht die geforderten Leistungen erbringen, sitzengelassen werden, nicht mehr dazu gehören und in letzter Konsequenz, weniger wert sind. Das findet seine Fortsetzung, sei es auf dem Arbeitsmarkt, oder sogar auf einem Partnervermittlungs-Portal wie ElitePartner.de, wo es darum geht „Akademiker & Singles mit Niveau“ zusammen zu führen. Wenn wir schon in der Kindheit eine strukturelle Gleichgültigkeit  gegenüber einzelnen Menschen unserer  Gemeinschaft, als ganz normal erfahren, dann dürfen wir uns nicht wundern, dass Inhumanität oft nicht mehr als inhuman empfunden wird und sich unser Menschenbild verändert, ohne dass dazu ein kollektives Bewusstsein besteht. Wie gefährlich das ist, wenn nicht die Menschlichkeit im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Entwicklung steht, sollte uns die Menschheitsgeschichte lehren. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie auch immer einen Spiegel der Gesellschaft darstellen. Ist die Gesellschaft erst an ihrer eigenen Unmenschlichkeit erkrankt, so wird es immer schwerer, ihr dies begreiflich zu machen. Der Patientin fehlt jede Krankheitseinsicht und sie zeigt immer stärkere Symptome. Kinder sind meist die ersten Leidtragenden, da sie sich aus eigener Kraft nicht schützen können. Sie kommen mit dieser Gleichgültigkeit gegenüber ihren Bedürfnissen, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht zu Recht. Viele Mädchen, und noch mehr Jungen, können sich nicht anpassen oder spüren tief im Inneren, eine unendliche Gegenwehr sich in Strukturen einpassen zu müssen, die ihrer Entwicklung nicht förderlich sind.

 

 Trampolin statt Ritalin

 Liebe und Gleichgültigkeit