Surf- & Zirkuscamp

Die Termine 2015. 

Leider wird es in diesem Jahr KEIN Surf- & Zirkuscamp geben!!! Weitere Infos:  Surf Zirkuscamp

 

 

 

Kürzlich wurde der „Vater der modernen Erlebnispädagogik“ (so vor Jahren Dr. Marion Gräfin Dönhoff in der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT), Prof. Dr. PhDr. Jörg W. Ziegenspeck (LEUPHANA Universität Lüneburg), gefragt, womit er sich in den vergangenen Jahrzehnten zentral beschäftigt habe. Seine spontane Antwort: „Mit der Liebe zu den Menschen“. – Damit brachte er auf den Punkt, worum es in der Erziehung und den Bezugswissenschaften – Pädagogische Psychologie und Pädagogik – geht: um die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen in einem vertrauensvollen Umfeld mit intensiver, aufmerksamer und hilfsbereiter Zuwendung von gut ausgebildeten Menschen und in einem pädagogischen Kontext, der reich an entsprechenden Reizen und verstärkenden Anregungen ist. Und er gab damit gleichzeitig eine Antwort, die erkennen lässt, dass keine vordergründige und modernistische Professionalisierung auf ein humanes Menschenbild und eine profunde Philosophie verzichten kann, denen sich Erzieherinnen und Erzieher verpflichtet wissen.

Im Begriff „Erlebnispädagogik“, der für den Lüneburger Wissenschaftler geradezu zum Herzstück der Pädagogik wurde, wird die verloren gegangene Ganzheitlichkeit wieder entdeckt und erneuert: Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ (J.H. Pestalozzi) bzw. mit „Herz, Hand und Verstand“ (J.W. Ziegenspeck). Die Erlebnispädagogik wurde zur Protestformel (gegen verkrustete Strukturen im Bildungs- und Erziehungswesen) bzw. zum Signal des Aufbruchs (um bewusst, begründet und mutig neue Erziehungsformen zu entwickeln und zu erproben). Die Erlebnispädagogik war ein Teil dessen, was historisch unter dem Begriff „Reformpädagogik“ verstanden wird; sie wurde zur erneuernden Kraft, durch den auch die Reformpädagogik ihre innovative Bedeutung wieder erlangte.

Für Jörg W. Ziegenspeck ist die Erlebnispädagogik Kernbestandteil einer Philosophie der Erziehung, ohne die nichts gelingen kann, was mit persönlichkeitsbildenden Ansprüchen begründet wird. Pädagogischer Alltag braucht notwendigerweise diese Philosophie als ideengeschichtliche Basis und als Begründungsrahmen für Denken und Tun.

 

Stöbern Sie in den alten Seiten des IfE

 

Datensammlung aus mehr als 300 Ausgaben der Zeitschrift für Erlebnispädagogik (ZfE).